Hamsterleben, Sinnkrise und Meisterschaft @Eveline Rufer

 

Der Hamster ist in seinem Käfig und hat wenig Auslauf. Seine einzige Bewegungsmöglichkeit ist sein Hamsterrad. Obwohl er dadurch ständig in Bewegung ist, tritt er an Ort und Stelle.

In meinem Umfeld stoße ich auf immer mehr Menschen, die sich bewusst werden, dass sie eigentlich ein Hamsterleben führen. Sie erzählen mir von ihrem Gefühl, im Leben festzustecken, obwohl sie immer in Bewegung sind und ihren täglichen Verpflichtungen nachgehen.

Was geht hier ab?

Es ist ein evolutionärer Prozess im Gange. Der Mensch ist im Begriff aufzuwachen. (Siehe auch mein Blog Zeit des Erwachen). Aspekte dieses Erwachens sind u.a., dass man das Gefühl hat, im Leben festzustecken, man keine wirkliche Leidenschaft mehr für das Leben empfindet, sich irgendwie langweilt und oft von einer großen Traurigkeit begleitet ist. Das Leben scheint grau. Wo ist das farbenreiche Leben? Der Mensch beginnt sein Sein und sein Leben zu hinterfragen.

Geht es dir ähnlich? Wunderbar, denn du bist im Beginn eine neue Spirale des Menschseins zu entdecken und zu entwickeln. Der Mensch mag es nicht, festzustecken, leidenschaftslos zu sein, sich zu langweilen und traurig zu sein. Meist lehnt er das ab. Ich möchte dir hier jedoch eine andere Perspektive dazu geben, die dir womöglich einen anderen Umgang mit diesen Dingen ermöglicht.

Stagnation und Depression im Leben gehen oft mit einem Gefühl einher, von der Welt und vom Lebendigsein abgeschnitten zu sein. Anstatt dagegen anzukämpfen, könnte man dies auch als Aufforderung sehen, mit seiner inneren Welt wieder in Verbindung zu kommen. Immer mehr Menschen haben Depressionen.

Was, wenn das der Ruf deiner Seele ist, die wieder mit dir in Verbindung kommen will? Wir sind eine stark nach außen orientierte Gesellschaft, in der ging die Beziehung zu unserem inneren Selbst verloren.

Depression und Stagnation aus dieser Perspektive betrachtet, würde für dich bedeuten, auf eine Reise zu deinem wirklichen Selbst zu starten, zu deinen Gefühlen, zu deinem inneren Leuchten. Es mag eine längere Reise werden, die anfangs beschwerlich ist. Sie wird unschöne Gefühle hervorbringen, die du bisher verdrängt hast, vor denen du Angst hast. Aber wenn du den ersten Schritt einmal getan hast, dann kommt etwas in Bewegung und du wirst dein inneres Leuchten antreffen und dein Lebendigsein wiederfinden.

Die Angst vor Gefühlen, vor der Tiefe deines Selbst und vor deinem eigenen Leuchten, vor deiner eigenen Großartigkeit lässt dich, unbewusst vielleicht, lieber in einer Depression verharren.

Finde Wege, wie du wieder mit deinem inneren Selbst in Verbindung kommen kannst.

Leidenschaftslos und Langweile: Dein bisheriges Leben bietet dir keine neuen Herausforderungen? Du hast das Gefühl, dass du irgendwie schon alles kennst, alles schon tausendmal gemacht hast? Das Leben bietet dir nicht wirklich neue Herausforderungen? Du hast schon so viele menschliche Zyklen durchlebt, auch wenn sich dein Verstand nicht daran erinnert, dein Wesen jedoch schon.

Leidenschaftslosigkeit und Langweile aus einer anderen Perspektive betrachtet: Du bist im Begriff die nächste Spirale des Menschseins zu entdecken. Leben für Leben hast du hier auf der Erde deine verschiedensten Erfahrungen gemacht und verschiedene Ausdrücke deiner Seele gelebt. Du hast Routine bekommen. Routine gibt Sicherheit, aber ist auch langweilig und grau. Bei Leidenschaftslosigkeit und Langeweile geht es darum, dass du weitergehen willst.

Bist du bereit, auf eine neue Ebene des Menschseins zu wechseln, dich als Gestalter und Meister des Lebens zu erfahren?

Es warten neue Herausforderungen auf dich. Hier bekommst du den ersehnten Kick. Bist du bereit für ein farbenreiches und spannendes Leben?

Die Herausforderung, um aus deiner Leidenschaftslosigkeit und Langweile zu kommen, ist, dass du deine Komfortzone, deinen sicheren Bereich der Routine verlassen musst.

Das bedeutet Veränderung.

Menschen möchten Veränderung. Veränderung findest du jedoch nicht im schon Bekannten. Veränderung ist Neuland, das es zu entdecken gilt. Wenn die Veränderung an deine Tür klopft -und sie wird anders kommen, als du dir vorstellst- was machst du? Knallst du die Tür gleich wieder zu und bleibst auf dem alten und wohligen Sofa des Bekannten sitzen? Oder lässt du dich auf ein neues Abenteuer ein?

Traurigkeit: Fühlst du mitunter eine tiefe Traurigkeit ohne ersichtlichen Grund? Wenn du die alten Pfade des Menschseins verlässt, dann macht das traurig. Denn du liebtest das alte Menschsein, auch wenn du manchmal darüber fluchst. In die neue Spirale des Menschsein einzusteigen bedeutet, Abschied nehmen von vielen Dingen, die dir auch ans Herz gewachsen sind.

Es bedeutet, dass du dich aus vielen alten Mustern entlässt und jedes Muster, sei es auch noch so destruktiv, hat dir irgendwann einmal gedient. Aber bedenke, wenn du eine große Reise antrittst, dann verabschiedest du dich auch von vielen Menschen, von deinem gewohnten Umfeld, auch das macht traurig. Aber da ist auch die Aufregung für das Neue da. Du wirst von deiner Reise zurückkommen, aber verändert. Du wirst deine geliebten Menschen wieder treffen, dein Umfeld, aber du wirst verändert sein.

Erlaube dir, deine Traurigkeit ohne ersichtlichen Grund zu fühlen, denn es bedeutet, du nimmst Abschied und bereitest dich auf deine neue Reise vor.

Es ist wohl die grösste Reise, die du jeher gemacht hast und wird alle bisherigen Reisen, die du gemacht hast übertreffen. Diese Reise ist die Reise zu deinem wahren Selbst, zu deiner schöpferischen Kraft. Du wirst dich als Meister, als Meistern deines Lebens entdecken.

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